by Manuel Scheikl

30.Helitreffen in St. Johann / Pongau


Schönes Wetter, tolle Modelle, Wahnsinns /ige Piloten und coole Stimmung



Samstag, 25. April 2009

Ankommen und Warming Up
Schon am Samstag Vormittag waren sehr viele Piloten vertreten und es war absolutes Traum-Flugwetter, relativ windstill und komplett blauer Himmel.
Während des Vormittags fand das freie Fliegen statt. Auf 3 Bases konnten die zahlreichen Piloten ihr Können beziehungsweise ihre Modelle präsentieren.
Das bedeutete für die Zuseher viel Action, ,für die Piloten erhöhte Konzentration und für mich viel Stress. Falls eine Scalemaschine vorgeflogen wurde, fand dies auf der mittleren Base statt. Die äußeren beiden wurden während solcher Vorführungen gesperrt, um ein "gefahrloses" und weiträumiges fliegen gewährleisten  zu können.
Sehr viele namhafte Piloten waren schon am 1. Tag angereist.
 Curtis Youngblood, Robert Sixt, Dominik Hägele, Rüdiger Feil, Bernhard Egger sowie weitere 100 Piloten  zeigten schon am Samstag warum sie nach St. Johann gekommen waren. Sie trieben ihre Helis ans Limit und gaben so richtig Pitch.

Tief - Tiefer - zu Tief
Um die Motivation der Piloten zu steigern, wurde ein Sponsoring für den Piloten mit der besten Show geboten. Das bedeutete für die Piloten wohl noch tiefer zu fliegen als sonst. Zumindest war dies mein Eindruck als sie beim Chaos mit dem Heck die Erde kitzelten oder mit dem Hauptrotor den schon kurz geschnittenen Rasen doch noch etwas trimmten. Die  Konsequenz daraus war, dass einige Piloten auf ihren 2. Heli umsteigen mussten. Deswegen wurde wohl am Sonntag "Wo gehobelt wird, fallen auch Späne" zum  meist verwendetsten Spruch.

Am Abend bot Robert Sixt noch eine grandiose Nachtflugvorführung. Durch Probleme mit seinem  Modellflugzeug  war zwar aller Anfang schwer, doch mit dem genialen Flug seines Helis konnte er auf jeden Fall das Publikum überzeugen.

Sonntag, 26. April 2009

Der offizielle Teil

Als ich am späten Sonntag Vormittag am Flugplatz ankam, war das Meeting schon voll im Gange und zahlreiches Publikum war auch schon erschienen. Nicht nur die Piloten sondern auch die Gäste kamen aus Nah und Fern. Einige haben anscheinend Anreisen von über 1000km hingelegt, um bei diesem Ereignis dabei sein zu können.
Das Wetter war leider nicht mehr so schön wie am Vortag, es war etwas Wind und der Himmel ziemlich bewölkt. Doch das hielt die Piloten nicht davon ab nochmals so geniale Darbietungen zu präsentieren wie am Samstag.

Was gibt es Neues?
Stefan Segerer  und Robert Sixt zeigten gemeinsam sowie auch Solo was in dem neuem Rigid der Firma Henseleit Helicoptes steckte. Passend zu einen Remix von Speede Gonzales scheuchten sie im Duo den Rigid über den Platz und eines muss man sagen, das Ding hat unendlich viel Power. Bei tiefen Überflügen wartete ich nur auf die Wolkenbildung an der Spitze sowie den Überschallknall. Nein, Spaß bei Seite, sie gingen auf jeden Fall wie eine Rakete und das nicht nur waagrecht. Ein Looping mit ca. 300 - 350 Meter Durchmesser mit anschließenden Quickstop oder Messerflug entlang des Platzes bewiesen, warum dieses Modell von wahren Experten vorgeflogen wurde.
Curtis Youngblood flog ebenfalls diesen Heli vor und forderte es heraus. Nicht nur das er zeigte, was das Ding mit Motor kann, nein, er machte auch noch eine Autorotation mit Blade-Stop.

Meiner Meinung nach, war ein weiteres Highlight dieses Meetings das Wunschkonzert mit Dominik Hägele sowie Robert Sixt. Das Publikum bekam die Chance sich von den beiden Piloten Kunstflug- bzw. F3N- Figuren zu wünschen, die dann gekonnt vorgeflogen wurden.

Aber nicht nur die Hautevolee der 3D Szene war vertreten, sondern auch die Europäische Elite der F3C Piloten gaben ihr Können zum Besten.
Rüdiger Feil und Bernhard Egger zeigten zahlreiche Figuren aus dem aktuellen F3C-Programm.

"Oben ist noch nichts geblieben"
Als ein Scale - Nachbau einer EC - 135 im Design der Österreichischen Polizei startete, fiel während des Abhebens der Heckrotor bzw. der Fenestron aus. Dadurch begann der Hubschrauber sofort um die Hochachse zu rotieren und flog fast in Richtung Publikum. Bei dem Versuch des Piloten seinen wirklich schön gebauten Turbinen - Heli wieder unter Kontrolle zu bringen, stürzte er leider ab. Gleich nach dem Aufschlag ging dieser in Rauch und Flammen auf.
Bei einer Vorführung von 2 Mikado Piloten mit ihren LOGO 600 kam es zu einer eher seltenen Situation. Während eines gegengleich geflogenen Loopings prallten die Beiden ineinander. Das Resultat: Es schneite LOGO Teile.


Auch bemannte Hubschrauber waren zu bewundern: Eine Ecureuil der Firma Knaus Helikopter bot Rundflüge für die Gäste an. Die Cobra der Flying Bulls war auch für einen kleinen Zwischenstopp gelandet. Sepp Schmirl nutze diese Gelegenheit, um seine große Scale-Cobra im Design der Flying Bulls in Szene zu setzten.


Das 30. Helimeeting in St. Johann war ein Riesenerfolg und auf jeden Fall einen Besuch wert.


Mein Persönliches Resümee:

Anscheinend ist man als Pilot out, wenn man seine Modelle nicht mit 2,4 Ghz durch die Luft dirigiert oder wenn sein Modell noch von einem "Kolbenschüttler" angetrieben wird, denn schon ca. 70% der Modelle waren mit Elektroantrieb ausgestattet.
Außerdem wurde effektiv gegen die Weltwirtschaftskrise vorgegangen. Denn eine 2-tägige Show mit mehr als 20 Crashs ist meiner Meinung nach, nicht nur eine Materialschlacht sondern auch ein wirtschaftlicher Impuls.


Manuel Scheikl

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